Samstag, 27. März 2010

Augen nach Ulm

Das Pilotprojekt car2go ist zu Ende. Alle zeigen sich zufrieden. Außer der ÖPNV und die Taxifahrer. In -> meinem Post im letzten Dezember habe ich Das Pilotprojekt der Daimler AG in Ulm beschrieben. Inzwischen wurden die gewonnen Daten ausgewertet. -> Tony hatte in seinem Kommentar zu meinem Beitrag schon den richtigen Riecher. Tatsächlich nutzen vorwiegend junge Leute das Angebot. Der größte Anteil (60%) der car2go Kunden sind unter 36 Jahre alt. Überhaupt sei schon jeder dritte Ulmer Führerscheinbesitzer als Kunde bei car2go registriert. Die Zahl der Nutzer ist während der einjährigen Pilotphase auf 18.000 gestiegen – doppelt so viele als erwartet. Car2go verzeichnete während des Jahres 235.000 Mietvorgänge. Es gibt schon Kapazitätsgrenzen. Die Flotte der 200 weiß – blauen Smarts wird auf 300 Fahrzeuge aufgestockt. Anstelle der bisherigen cdi – Smarts sind die 100 neuen mhd - Fahrzeuge mit einem Ottomotor und Start-/Stopp Automatik ausgestattet. Auf der Internet-Orderseite wird auch die Tankfüllmenge in % angezeigt.


Das Projekt gilt als beendet. Betreiber von car2go ist jetzt eine Tochtergesellschaft der Daimler AG, die ins Handelsregister Ulm eingetragene car2go GmbH mit Sitz in Ulm. Geschäftsführer der Gesellschaft ist der bisherige Projektleiter Robert Heinrich.


Elisabeth Rust und Javed Chaudrey, beide Vorstände der Taxigenossenschaft Ulm, in der -> 70 Taxiunternehmer organisiert sind, verzeichnen einen Rückgang der Fahrten im monatlichen Wechsel von 20 – 30 %. Der Vorstand der Neu-Ulmer Taxigenossenschaft, Dietmar Bundschuh, meint car2go hätte nicht zuletzt den deutlichen Abwärtstrend ausgelöst. Besonders während der diesjährigen Faschingszeit war die Flaute an den Taxiständen im Vergleich zu den Vorjahren zu spüren gewesen.


Viele Gruppen, die Abends in Ulm ausgehen, erküren einen Fahrer, der dann nüchtern den Rest der Gruppe, Einen nach dem Anderen nach Hause bringt. Ein neues iPhone App macht den Buchungsvorgang in dieser Zielgruppe populär und bequem.


Der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner lobt car2go, weil

- die Parkraumsituation entlastet wird

- die CO2 Belastung (nachgewiesen durch die Universität Ulm) gesenkt wird

- sich die Ulmer Bürger begeistert zeigen

- die Wissenschaftsstadt Ulm ein internationales Aushängeschild erhält (Stadtmarketing)




(Taxi aus München vor dem Ulmer Rathaus)



Andreas Leo, Projektsprecher, meint; „Car2go hält die Kunden nicht in relevanten Größenordnungen von der Taxinutzung ab.“ Car2go wird noch in diesem Jahr auf eine nicht genannte europäische Großstadt ausgeweitet. 2011 wird eine nochmalige Expansion ins Auge gefasst.


Hauptargumente in den Internetkommentaren gegen Taxis und für car2go ist der günstigere Mietpreis gegenüber den Taxitarifen. Gegen den ÖPNV wird mit der kürzeren Zeit, die man für die Fahrt braucht, argumentiert. Einen Kommentar im Online Auftritt der Südwest Presse vor drei Tagen ist mir ins Auge gesprungen: „Freundliche Taxifahrer sind die absolute Ausnahme. Für eine Stadtstrecke mit 2,5km wurd ich gefragt, warum ich nicht einfach laufe...“

Mit dem Granada durch Berlin

Während hier noch alles ruhig und friedlich war, tanzte bei den Berliner Taxifahrern nicht nur der Bär. Etwas Unterhaltsames zum Wochenende. Viel Spaß!




Wir nannten auch mal einen Ford als Taxi unser Eigen. Einen Ford Scorpio, hatten wir von der Sparkasse ersteigert. Hatte wohl dem Geschäft unseres Vorbesitzers kein Glück gebracht.

Wir waren auch froh, als er wieder weg war. Eine technische Katastrophe!

Freitag, 26. März 2010

Fernpaß Rast



Bei der Fahrt von München, oder vom Norden her kommend, ins westliche Tirol ist die Strecke über Garmisch und dann weiter über -> Seefeld oder den Fernpass eine interessante Alternative. So umgeht man den besonders am Wochenende den kilometerlangen Stau auf der Inntal – Autobahn.


Auf der Strecke über den Fernpass Richtung Süden kommt auf der rechten Seite nach dem Rasthof Zugspitzblick die Fernpass-Rast. Parkplätze gibt es ausreichend auf dem Schotterplatz vor dem Imbiss. Im Angebot gibt es zum Mitnehmen Speisen und Getränke ausnahmslos aus der Region. Schinkenspeck in Tiroler Bergluft gereift, Wein, Honig und Schnaps in traditioneller Handarbeit hergestellt.


An Ort und Stelle gibt es Gerichte nach bewährten Rezepten gekocht. Tiroler Knödel – Suppe und Kartoffel – Gulasch, um nur Zwei zu nennen. Das nette italienische Betreiberehepaar bietet ausgezeichneten Kaffee aus ihrer Heimat an. Taxifahrer, die es österreichisch wollen, bekommen hier auch einen schönen Verlängerten. Bei langen Autobahnstrecken kommt man als Durchreisender an vielen Raststätten vorbei – diese aber, ist etwas anders.




Wer hat´s gefunden?


Yilmaz Kocak, langstreckenerprobter Taxibusfahrer. Einfühlsam mit Arabern im Sommer, sicher mit Russen im Winter lenkt er sein Taxi über die Höhen und Tiefen der österreichischen Berge und Täler. Seine weiteste Fahrt führte in von München über Lindau nach Bremen. Längste Tour; über sieben Tage mit einer kuwaitischen Familie ohne Männer über den Schwarzwald, Schweiz und Frankreich. Die Gäste waren äußerst zufrieden mit ihrer Betreuung. Yilmaz fand immer ein Restaurant mit Halal-Küche. Der Freizeitparkkenner organisierte eine Bootsfahrt in Annecy. Selbst an Bord der Yacht hat er das Steuer nicht ausgelassen.

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Mittwoch, 24. März 2010

Wild Monkey

Die Thalkirchnerstrasse führt vom Zentrum Münchens in südwestlicher Richtung nach Thalkirchen. Zwischen dem Schlachthofviertel und der Großmarkthalle senkt sich die Strasse und unterquert eine Bahnlinie. An den Mauern neben der Abfahrt werden schon seit bestimmt 30 Jahren Graffitis gesprüht.



Letzte Woche ist mir auf dem Rückweg von meiner Schülerfahrt ein besonders schönes Graffito aufgefallen. Das Motiv; ein Zwerg, tanzte um einen Kessel der auf einem Lagerfeuer stand. Der Hintergrund, ein Wald bedeckte eine große Fläche der Mauer. Das Graffito wollte ich unbedingt für den Blog fotografieren. Als ich wieder vorbeikam war das Bild schon übersprayt. Diese Kunstwerke sind nur von kurzer Dauer, manche werden bereits nach einer Woche übersprüht und sind verloren. Ich beschließe die Schönsten nach und nach in den Blog zu stellen. Heute fange ich an.




Dieses Graffito habe ich wegen dem Affenkopf den Namen Wild Monkey gegeben. Es besteht wie die meisten anderen aus dem Hauptthema, dem bunten Schriftzug, einem Bild, hier der Affenkopf und Botschaften und Tags. Ich weiß noch nicht was hinter den Tags und Texten steckt.

Montag, 22. März 2010

Der Frühling ist vorbei

Nicht erschrecken - nur der Stofffrühling. Und der nicht für alle Kollegen. In der Hochphase während der 4tägigen Messe sind 27 Großraumtaxis im Einsatz. Heute am Montag werden weniger gebraucht. Bei der Anmeldung war ich wohl etwas zu spät und wurde nur für das Wochenende eingeteilt.


Wie auch letztes Jahr haben wir bei der Vorbereitungsbesprechung Aufkleber bekommen. Dieses Jahr sind die Aufkleber blau. Irgendwie ist es mir gelungen, denn die Aufkleber halten immer noch. Ich klebe die Aufkleber immer am Flughafen auf das Taxi. In der Waschbox sprühe ich die Flächen auf den Taxitüren mit Seifenlauge ein. Auf diesem leichten Schmierfilm lassen sich die Aufkleber mit einer Kreditkarte schön anbringen. Bei der Fahrt vom Flughafen mit 165 km/h über die Autobahn werden meine Klebekünste auf die Probe gestellt. Letztes Jahr begann es schon bei 140 km/h verdächtig auf den Türen zu flattern. Dieses Jahr hält die Werbung und ist selbst am letzten Tag noch schick anzusehen.


Wir bekamen wieder Werbematerial zur Auslage. Werbeflyer und Zeitschriften die im Handel 5,- bzw. 7,- € kosten. Die Zeitschriften waren im nu weg. Einmal verschwanden alle ausgelegten Zeitschriften in nur einer Tasche. Das andere, weniger beliebte Material, wurde achtlos von den Sitzen gewischt. Der nächste Gast steigt drauf. Die verschmutzten Drucksachen können nicht wieder ausgelegt werden und landen von der Druckpresse nach einer Stadtrundfahrt durch München im Papiercontainer. Selbst eine wundersame Vermehrung gab es zu beobachten. Ich fand Material das ich nicht ausgelegt hatte.


Wir fuhren 15 Showrooms, meist Ladengeschäfte, im Kreis ab. Eine Hälfte der Taxis im Uhrzeigersinn, die Tour 1, die andere Hälfte in der Gegenrichtung, die Tour 2. Es gab noch eine Tour 3, die mit drei Taxis einen etwas ungünstig gelegenen Showroom anfuhr. Schon in den ersten Stunden haben wir unsere Tournummern auf Zettel geschrieben und in die Windschutzscheibe gelegt. Problem war nur, dass die Touren auf den Plänen der Gäste nicht mit Nummern gekennzeichnet waren. Die einzelnen Ausstellungen auf dem Plan aber waren nummeriert. Das führte zu Missverständnissen. Wir mussten bei jedem Stopp das System erklären. Bis es die Gäste verinnerlicht hatten, war für sie die Messe vorbei und wir hatten wieder Gelegenheit unsere pädagogischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Nach dem Fünfzigsten wird es etwas nervig.


Barbara und Thomas haben in der Zentrale und im Funkwagen, KW 3, den Einsatz geschickt koordiniert. Die Fahrzeuge sollten ja über den ganzen Zirkel gleichmäßig verteilt ihre Runden drehen. Wenn es in einer Richtung soviel Bedarf gab, wurden schnell einige Taxis zu Umdrehern, die einfach die Fahrtrichtung und Tour wechselten.


Die Fahrgäste waren zum größten Teil aus Deutschland und Österreich. Einem Fahrgast, stammend aus Teheran, arbeitet als Raumausstatter in Flensburg, konnte ich ein etwas weiterhelfen. Er hätte irgendwo ein Ballongeschäft gesehen, dort wolle er nach einem besonderen Ballon suchen. Ob ich wüsste wo das Geschäft sei.
“Ja, stimmt, das hab ich auch irgendwo gesehen, weiß jetzt aber wirklich nicht wo der Laden ist.“
Auf meiner Route entdecke ich tatsächlich den Laden in der Karlstrasse und knipse ihn aus dem Taxi. Der Zufall spielt mit und an einer der nächsten Haltestellen steigt mir der Teheraner zu und ich kann ihm die Adresse mit Foto präsentieren.


Wir konnten unseren guten alten Sprachfunk wieder intensiv hören. Nach neun Monaten ohne Knarzen und Rauschen war das auch mal wieder willkommen.

Donnerstag, 18. März 2010

Live im Schlachthof

Nach meiner Schülerfahrt habe ich noch eine Stunde Zeit bis zur Besprechung unseres Einsatzes während des Stofffrühlings.


Die Besprechung ist im Kursraum im Hinterhof unserer Taxi-Genossenschaft, die Schülerfahrt endet in Sendling. Ich will in der Nähe frühstücken. Neben Sendling, wo auch unsere Genossenschaft sitzt, liegt direkt das Schlachthofviertel. Von einem Metzger habe ich vor Jahren einen Tipp und eine Einladung zu Weißwürsten bekommen. Heute will ich das wiederholen.


Gegenüber dem Schlachthof in der Zenettistrasse ist das Wirtshaus zum Schlachthof. Das Wirtshaus wurde durch die Kabarettreihe „Live aus dem Schlachthof“ bekannt. Auf dem kleinen Foto (zum Vergrößern bitte anklicken) sieht man links im Hintergrund auf der anderen Straßenseite einen kleinen Teil vom Schlachthof. Der Saal, in dem Veranstaltungen, wie z.b. Live aus dem Schlachthof, stattfinden ist rechts an das Wirtshaus angebaut. An der Rückseite des Platzes Zenettistraße 11, auf dem das Wirtshaus steht, gibt es eine kleine Durchfahrt auf ein Betriebsgelände. Auf dem Gelände findet man alle Angebote, die ein Metzger braucht. Es gibt eine Messerschleiferei, eine Firma, die Därme verkauft, einen Kühlfahrzeugverleih. Leicht rechts versetzt hinter der Einfahrt ist eine Metzgerei. Hier kaufen Gastronomen größere Mengen an Fleisch und Wurst ein. Um zu den Weißwürsten zu kommen gehe ich durch die Metzgerei und komme zum Gaßner.

Das Stüberl hat von 5:30 Uhr bis Mittag geöffnet. Die Stammgäste sind Metzger, Metzger und Metzger. Leicht an den Gummistiefeln, weißen Kitteln und Kopfbedeckung zu erkennen. Am großen Tisch sitzt eine Gruppe ältere Männer. Aus dem Gespräch entnehme ich; es sind ehemalige Viehhändler. Sie unterhalten sich über die alte Zeit, ich vermute es handelt sich über die 60er oder frühen 70er Jahre. Mich überrascht, dass der Eine oder Andere heute noch weiß, wie viel Mark er für dieses oder jenes „Keibe“ (Kalb) bezahlt hat.

Meine Weißwürste kommen, schön frisch, frischer geht’s ja wohl nicht mehr, in heißem Wasser in einer Porzellanschüssel. Die wahre Spezialität, das war auch der Inhalt des Tipps meines Metzgers, ist der Mari – Senf. Den Senf habe ich nirgendwo anders gesehen. Basis ist der bekannte Münchener süße Senf. Der Pfiff ist aber der Meerrettich im Senf. Der Rettich und der karamellisierte Zucker sind verantwortlich für den seltenen süß-scharfen Geschmack. Ob eine Maria Erfinderin und Namensgeberin des Senfs ist muss ich bei meinem nächsten Besuch erfragen.


Bei diesem ausgeprägten Stammpublikum, was bei dieser Lage nicht verwunderlich ist, sind die interessierten Blicke auf den Neuankömmling wohl selbstverständlich.

Dienstag, 16. März 2010

In Gedanken weit weg

Einsteigerin am Flughafen, es geht zum Ammersee Ostufer. Es hat heute früh wieder angefangen zu schneien. Dieses Jahr haben wir wirklich den Kragen voll vom Schnee. Wir fahren um 9:30 Uhr los. Meine nächste Abholung ist um 11:00 Uhr in München. Der Straßenzustand beunruhigt mich etwas. Werde ich es in 1,5 Stunden zum Ammersee hin und wieder zurück nach München schaffen?

Das ist die andere Seite des Geschäfts mit Stammkunden. Weil wir nicht wissen wann der nächste Auftrag kommt oder wo das Fahrziel liegt, setzen wir uns oft unter Druck und fahren auf die Minute. Ich riskiere und überhole die Fahrzeuge die auf einer Spur über die Autobahn Richtung Ammersee schleichen. Im Westen Münchens sind die Strassen dann doch wieder etwas freier – ich gebe noch mal Gas. Am Fahrziel angekommen, 98,50 € auf dem Wecker, 100,- stimmt so, Danke, die Türen auf das Gepäck noch raufgebracht. Die Kundin fragt nach einem Kärtchen, bei der Strecke gerne! Schnell runter zum Taxi. Die Zieladresse in München ins Navi eingeben. Das Gerät errechnet die geplante Ankunftszeit: 10:57 Uhr. Super, das ist zu schaffen. Ab auf die Autobahn, zurück nach München. Was ist das denn? Die Autos fahren langsam in zwei Spuren. An der Spitze der Schlange erkenne ich ein gelbes blinkendes Kreuz. Ein Schneepflug räumt die Straße. Nein, bitte nicht jetzt. Ausgeliefert fahren wir mit 45 km/h 30 Kilometer weit hinter dem Räumfahrzeug. Die Zeit läuft und die Ankunftszeit wird immer später. Ich rufe beim nächsten Kunden an und entschuldige mich. Ich komme 15 Minuten später. Er hat großzügig geplant und Verständnis für meine Situation. Endlich, am Autobahnkreuz München West bietet sich uns eine Gelegenheit den Schneepflug zu überholen. Wie von der Kette gelassen preschen die Autos rechts am Räumfahrzeug vorbei.



Der Kunde steigt zu und bedankt sich bei mir, dass ich Bescheid gesagt habe. Er nimmt sich ein Kärtchen und sieht unsere E-Mail Adresse mit Transfer (auf dem Bild mit der Palme), Er findet die Adresse interessant. Ich kann das nur bestätigen, die Adresse eignet sich gut zur visuellen Werbung. Wenn wir die Adresse am Telefon buchstabieren gab es oft Missverständnisse und Nachfragen. Für das Telefon haben wir die E-Mail Adresse mit Taxi und Deutschland (auch auf dem Bild mit der Palme). So kommen wir auf die Toplevel Domains zu sprechen. Die Domainendung .ms ist die nationale Toplevel Domain von Montserrat. Montserrat ist eine Vulkaninsel in der Karibik. Der Kunde kennt auch die Insel die zu der in Medienkreisen beliebten Endung .tv. Das ist die Endung von Tuvalu. Tuvalu wiederum liegt auf neun Atollen verteilt im Pazifik vor Neuseeland. Das war neu für mich ich dachte .tv wäre keine nationale Endung sondern mit .info, .home, oder .biz zu vergleichen. Der Fahrgast weiß auch das der höchste Punkt der Insel nur 5 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Erhöht sich der Meerwasserspiegel sind die wohl eine der ersten Inseln die verschwinden.




Obwohl wir durch den Schnee fahren, waren wir so zumindest in Gedanken in der Karibik und im Pazifik.

Sonntag, 14. März 2010

Millionen Besucher in der Kulisse


Michael Paul Smith lebt in Winchester, Massachusetts in seiner Phantasie verbringt er aber sehr viel Zeit in Elgin Park, Illinois. Elligin Park ist auf keiner Landkarte, auch nicht in Google maps, zu finden.

Michael besitzt 300 Modelautos im Maßstab 1:24. Vorwiegend U.S. Modelle aus den 50er und 60er Jahren. Er wollte seine Modele in Szene setzen und begann Kulissen, Bungalows, … Ladengeschäfte im gleichen Maßstab zu bauen. Die Dioramen stellt er auf einem Campingtisch in die Natur, arrangiert seine Modelle und knipst los. Die realistischen Hintergründe gewinnt er durch die Außenaufnahmen. Durch die vielen Fotos ist eine Phantasiestadt entstanden, Michael hat der Stadt einen Namen gegeben – Elgin Park, Illinois.

95 seiner besten Fotos hat er seit zwei Jahren auf seiner -> Flickr Seite veröffentlicht. Am Tag hatte er so um die 200 Zugriffe. Bis vor zehn Wochen! Es entsteht ein viraler Hype um Michaels Flickr Seite, den er sich selbst nicht erklären kann. Ein in einer E-Mail weitergesendeter Link bringt die Lawine ins Rollen. Inzwischen verzeichnet Flickr 750.000 Pageviews täglich.

Der 60jährige verwendet viel Phantasie und Einfallsreichtum bei der Gestaltung des Sets. Um Schnee darzustellen, besprüht er die Szene mit Wasser und streut dann Backpulver über seine Modelle. Seine technische Ausstattung ist, gemessen an dem Erfolg, eher unterdimensioniert. Er verwendet eine 6 – Megapixel Sony Digitalkamera und Adobe Photoshop auf einem 11 Jahre alten Apple Computer. Die Filter des Bildbearbeitungsprogramms benutzt er nur um die Fotos älter aussehen zu lassen.

Ich bin heute früh durch die online Ausgabe der NY Times auf Elgin Park gestoßen und war auch schon vor dem Frühstück dort.

Donnerstag, 11. März 2010

Gewechselt

Taxifahrer, zumindest in den größeren Städten, kennen das Szenario. Es gibt eine Veranstaltung, ein Sport – Event oder ein Kongress. Die Premium – Autohersteller stellen Limousinen werbewirksam zur Verfügung. Gefahren werden die Fahrzeuge von Fahren, oft selbständig, die dem Veranstalter dieser Einsätze ihre Leistung in Rechnung stellen. Abgerechnet wird nach Einsatzstunden. Die Fahrer und Fahrzeuge erregen den Unmut der Taxikollegen.

In München ist ein internationaler medizinischer Kongress im Krankenhaus Großhadern. Audi stellt 20 neue A8 zur Verfügung. Diesmal bin ich auf der „anderen Seite“ dabei. Wir Fahrer erscheinen mit dunklen Anzügen am Treffpunkt. Die entsprechenden Krawatten, bei Audi sind sie grellrot, werden ausgegeben. Mir wird ein A8 mit Vollausstattung zugeteilt. Ich brauche Minuten um mich bei den 1000 Knöpfen und Reglern zu orientieren. Für die Stunde können wir 11,- € brutto in Rechnung stellen. Davon gehen zuerst 19 % Umsatzsteuer und später entsprechend Einkommenssteuer ab.

Unsere Aufgabe ist es einen Teil der Kongressteilnehmer, die VIPs, zwischen Flughafen, Hotel, Kongress und Abendveranstaltung zu shuttlen. Die Fahrzeuge werden auf die Hotels aufgeteilt. Vor jedem Hotel, in dem die VIPs abgestiegen sind, soll mindestens ein Auto zur Verfügung stehen. Ich fahre vor das Holiday Inn City Center. Dort treffe ich Fahrer, die ich von früher kenne. Ich bemerke meinen Fehler. Wie kann ich nur Festaufträge abgeben und aus purer Neugierde mich auf so was einlassen.

Ein Fahrer tröstet mich, bei einem Auslandseinsatz wäre es noch weniger lohnenswert gewesen. Bei 10,-€ brutto in der Stunde, bleiben dann noch nach Steuer und nach einem 10 Stunden Tag 80,- €. Von diesen 80,- € verpflegt man sich dann noch und es bleiben dann 50,- € für den Tag. Diese Veranstaltungen sind oft nicht in den günstigsten Orten. Man soll ständig verfügbar sein, dass macht die Verpflegung dann etwas teuerer. Ein kleiner Trost ist, dass man einen tollen Schlitten unter dem Hintern hat. Von den fremden Städten lernt man vor dem Veranstaltungsort oder in der Hotelhalle auch nicht soviel kennen. Ich selbst schmeiße nach zwei Stunden das Handtuch – respektive die Krawatte und steige erlöst in mein Taxi.

Liebe Kollegen seid nicht böse auf die Limousinenfahrer, sie wollen das gleiche wie wir, mit Personenbeförderung Geld verdienen. Geld verdient wird bei diesen Aktionen woanders. Veranstalter dieser Fahrdienste müsste man sein. Kapital wird nicht viel benötigt. Die Autos werden von den Herstellern gestellt. Die Rechnung der Fahrer, Zahlungsziel bis zu sechs Wochen wird ausbezahlt, wenn der Auftraggeber bezahlt. Benefit liegt in der Differenz zwischen den Stundensätzen die der Auftraggeber bezahlt und dem Stundensatz der dann dem einzelnen Fahrer überwiesen wird. Natürlich ist nichts geschenkt, der Veranstalter muss die Organisation übernehmen. Kontakte zu den Herstellern, zu Fahrern und eine großzügige Genehmigungsbehörde sind allerdings nötig.



Ich persönlich bin dankbar für die Einblicke und werde in Zukunft den Limousinenfahrern freundlicher begegnen. Wir Taxiunternehmer könnten uns ja selbst um solche Aufträge kümmern. Einen Pool von stadtkundigen Fahrern haben wir ja täglich vor Augen. Unsere Genehmigungsbehörde kennen wir seit Jahren. Und sind wir nicht mehr oder weniger sogar Kunden genau dieser Fahrzeughersteller, die bevorzugt auf diesem Sektor ihre Fahrzeuge stellen. Ich packe mich an meiner eigenen Nase. Nicht schimpfen, nur nachdenken, warum wir nicht selbst auf die Idee gekommen sind.

Dienstag, 9. März 2010

Der Winter kehrt zurück

Ausgerechnet heute am Samstag muss es schneien. Nach den schönen Tagen Anfang März dachten wir alle der Winter wäre vorbei. Ich habe sogar den Boden meines Taxis mit Wasser und Spülmittel gewischt.

Den ganzen Tag über schneit es mehr und mehr. Die Meldungen im Rundfunk sind nicht beruhigend. Wegen der vielen Unfälle und querstehenden LKWs gibt es kilometerlange Staus auf der Autobahn Richtung Salzburg und auf der Inntal Autobahn. Ich habe am Abend noch eine Fahrt mit sechs ukrainischen Gästen ins Ötztal. Um 20:15 Uhr landet das Flugzeug, um 21:00 Uhr geht die Fahrt endlich los. Ich entscheide mich nicht über die Salzburger und Innntalautobahn, sondern über Garmisch – Seefeld – Telfs zu fahren. Zwischen Eschenlohe, am Ende der Autobahn München – Garmisch, und Oberau sehen wir im Scheinwerferlicht eines Ambulanzautos ein verunglücktes Fahrzeug. Das Auto steht wacklig auf der Beifahrerseite. Die Sanitäter sichern gerade die Unfallstelle.


Will man von Seefeld/Tirol auf die Inntalautobahn gibt es die Strecke über den Zirler Berg. Der Zirler Berg hat ein Gefälle von 16 %, ist aber sehr wahrscheinlich geräumt und schneefrei. Der Nachteil auf dieser Strecke ist aber, dass man zunächst wieder 15 Kilometer östlich fahren muss um dann auf der Autobahn Richtung Westen zur Ausfahrt Ötztal zu kommen. Wir schleichen in Kolonne mit 30 Km/h über die schneebedeckte Fahrbahn. Ich habe keine Lust auf mehr Kilometer. Ich entscheide mich für den kürzeren Weg über Mösern – Telfs. Zwischen ->Seefeld und Mösern gibt es noch zwei steile Anstiege. Diese Strecke ist nur schwach befahren. So kommen wir mit entsprechend höherer Geschwindigkeit über die Anstiege auf den Möserner Sattel. Von jetzt an geht es nach Telfs nur noch bergab. Der Sattel liegt auf 1200 Meter ü.N.N. und Telfs auf 623 Meter Höhe. Ich mache eine Probebremsung, die Fahrgäste und ich sind beruhigt. Nach weiteren 100 Metern sehen wir die Lichter von Telfs tief unter uns. Klick, Klick, Klick, höre ich von hinten, die Fahrgäste gurten sich jetzt an. Langsam, langsam geht es jetzt bergab. Im Schneckentempo nehmen wir die Kehren der Serpentinen. Im unteren Drittel begegnet uns ein PKW – Fahrer, der den Anstieg nicht schafft, und mit geöffneter Fahrertüre auf der Strasse wendet. Vorsichtig fahren wir vorbei. Grosses Aufatmen auf der Inntal – Autobahn.


Auf der Strasse durch das Ötztal begegnen uns auf einer Strecke von 25 Kilometern noch drei Fahrzeuge, die von der Strasse gerutscht sind. Punkt Mitternacht erreichen wir das Hotel. Die Fahrgäste sind zufrieden – ich mache mich auf den Rückweg. Ich gebe mir die Kante und fahre den gleichen Weg wieder zurück. Mit reichlich Schwung komme ich auch über den Möserner Sattel. Um drei Uhr früh geht dann in meiner Esso Tankstelle bei Kaffee mit Kollegen ein langer Taxitag zu Ende.

Ich habe mit meiner neuen Entdeckung, dem Bildbearbeitungsprogramm GIMP gespielt und verschiedene Ausschneidetechniken versucht. Das Ergebnis ist ein Zusammenschnitt mit Schildern und Landschaften in den winterlichen Bergen Tirols.

Sonntag, 7. März 2010

Menschen in Schubladen

Es stehen nur wenige Taxis am Bahnhof Nord. Ich muss mir zwei Stunden Zeit mit taxifahren vertreiben und stelle mich an. Ich bin noch nicht ganz vorne, öffnet ein junger Mann die Türe und fragt ob ich rüber zu einem Nachtlokal kommen könnte, dort würden dann noch die restlichen Fahrgäste zusteigen. In der Arnulfstrasse, gegenüber vom Bahnhof, haben sich in den letzten Jahren einige Clubs eingerichtet. Die Clubs sind beliebt bei den Durchmachern, wenn alle anderen Läden schon geschlossen haben, kann man da noch bis weit in den Vormittag weiter feiern oder besser abhängen. Als Nachtfahrer machten mir Besoffene nichts aus. Aber jetzt, frisch aufgestanden, die aufgehende Sonne begrüßt, den angehenden Tag erwartend … das besoffene Geschwätz;
“Hey Taxler, host a gscheide Musik… „
„Da Tschako hot …. „
„Moasta, wia bistn du drauf?“ usw.

kann ich jetzt nicht brauchen. Hilft ja nichts ich steh am Taxistand und bin frei. Der junge Mann ist eingestiegen und fährt mit mir auf die andere Straßenseite, dadurch kann ich nicht mehr flüchten. Aber es kommt ganz anders, alles anständige Leute die da einsteigen, durchweg nett, wollen noch weiter in die Wohnung eines Fahrgastes. Der Sonntag ist ja noch lang. Auf diese Weise werfe ich gerne meine Vorurteile über Bord.

Auf dem Weg nach Giesing kommen wir an den „Giesinga Schlümpfen“ vorbei. Die Schlümpfe, eine richtige Borzn, machte um 6 Uhr morgens auf. Öfters bin ich dann mit den Nachtfahrern nach der Schicht dort versumpft. Wären die Kollegen mit ihren Autos gekommen, wäre die halbe Humboldstraße hellelfenbeinweiß gegeben. Ich möchte nicht mehr wissen welchen Schmäh ich dem armen Kollegen – Tagfahrer verzapft habe, der mich dann nach Hause gebracht hat.

Hat nicht einer meiner Fahrgäste erwähnt, er käme von der Arbeit? Irgendwie fühle ich mich ertappt.

Kaum sind meine Gäste zum weiterfeiern ausgestiegen, bimmelt schon der Datenfunk. Ein Raumauftrag. Ich nehme an. Ein Schienenersatzverkehr wird gebraucht. Linie 15, die kenne ich schon, scheint eine unfallträchtige Strecke zu sein, die Grünwalder Straße. Beginn ist am Wettersteinplatz. Endhaltestelle Großhesseloher Brücke. Es stehen schon viele MVG – Kunden auf der Straße im Schnee. Manche fragen ob das Taxi etwas kosten würde, andere muss ich direkt an der Haltestelle auf den Service hinweisen. Unter den MVG – Fahrgästen ist das noch nicht so bekannt, dass bei einem Ausfall der Straßenbahn Taxis geschickt werden. Durchweg sind aber Alle froh wenn sie bei der Kälte weiterkommen.



(Das Bild vergrössert sich beim Anklicken)
Da sehen wir schon das Malheur ein BMW Fahrer hat seinen Wagen auf die Schienen der Linien 15 und 25 gesetzt. Meine Straßenbahnkunden kommentieren den Unfall.
“Wie hat er das nur geschafft?“
„Der muss ja richtig gerast sein.“
„Die Autofahrer, die Autofahrer … „

Heute bekomme ich meine Lektionen zum Thema Vorurteile. Wenn ich die Menschen schon in Schubladen setze, sollte ich sie doch wenigstens offenlassen – da tut sich was.

Samstag, 6. März 2010

Flughafengebühr München

Das sind meine ersten Versuche mit GIMP. GIMP (GNU Image Manipulation Programm) ist ein lizenz- und kostenfreies Bildbearbeitungsprogramm. Ich hatte noch eine alte Version von Photoshop 7. Jetzt wollte ich mit dem Programm meine Bilder für den Blog oder die Website bearbeiten. Es gibt in den Zeitschriftenläden eigens Magazine, die sich ausschließlich mit dem Programm beschäftigen. Am Flughafen kaufte ich mir das Heftchen mit den einfachsten Inhalten. Kaum am Taxistand klappe ich den Laptop auf und versuche mich mit den Werkzeugen. Ich komme überhaupt nicht klar. Besonders die Ebenen machen mich zu schaffen. Ich brauche etwas Grundlegendes.

Das Fahrziel meines nächsten Fahrgastes führt mich in die Herzogstrasse. Von hier ist es nicht mehr weit „Computerbücher am Obelisk“ , einem Fachbuchhandel für Literatur über Software. Im Laden sehe ich schon ein ganzes Regal voller Photoshopliteratur. Ich finde unzählige Bücher über Photoshop CS 3 und CS 4. Nichts über meine Version Photoshop 7. Ich wende mich an den Verkäufer. Er sagt mir; Photoshop 7 ist ja schon acht Jahre alt. Da habe ich nichts mehr da. Wenn ich Bücher dazu haben wolle, könne er sie mir gerne bestellen. Ein Nerd, der in einem Buch stöbert, hört unserem Gespräch zu und ohne aufzublicken deutet er auf ein Buch unter der Ladentheke. GIMP steht da in großen Lettern auf dem Deckel.
Ich denke mir, wenn der sich alleine in dem Laden zurechtfindet hat er bestimmt mehr Ahnung als ich.

„Wirklich?“ frage ich noch mal nach. Er bestätigt; er selbst und seine Freunde verwenden GIMP und sind sehr zufrieden damit. Was PS kann, könne GIMP auch. Wir unterhalten uns noch über die Vor- und Nachteile verschiedener Photobearbeitungsprogramme. Das heißt, er redet und ich frage nur und nicke. Er erscheint mir kompetent. Das für mich wichtigste Argument war:
„Du müsstest jetzt sowieso eine Menge Einarbeit leisten, bei beiden Programmen, wenn du jetzt anfängst, nimm gleich GIMP. Bekannte von mir wären froh wenn sie von Photoshop wegkämen.“

Das, und der Preis für die Adobe – Programme überzeugen mich. Ich verlasse mit einem GIMP Handbuch den Laden. Gleich am Abend war das Programm heruntergeladen.
Ich wollte ein dreiteiliges Foto erzeugen. Thema: Die Isarfunk Jahresplakette für den Flughafen. Erst die alte Plakette. Dann wie ich die alte Plakette von der Heckscheibe rubble. Am Ende dann die neue Plakette 2010. Das Ergebnis seht ihr unten. Es ist mir noch nicht so gelungen aber brauchbar für den ersten Versuch. Unter anderem hätte ich die Scheibe bei der Aufnahme mit der neuen Plakette putzen sollen.


Die Jahresplakette berechtigt uns zum Aufstellen am Flughafen und kostet 243,50 € brutto. Dazu kommt dann noch 1,- € pro Durchfahrt. Ich habe gehört das die Durchfahrtgebühr in Hamburg und/oder Berlin nur 50 Cent kosten würde.

Das war das eigentliche Thema des Posts. Ich wollte aber unbedingt so ein dreiteiliges Foto, darum erstmal der ausführliche Fotobearbeitungstext. Ich hoffe, bei meinen zukünftigen Posts beschäftigen mich die Fotos nicht so lange und die Ergebnisse werden ansehnlicher.

Donnerstag, 4. März 2010

Im Oppidum



Vier Holländer vom Flughafen mit Fahrziel Ingolstadt. Drei von ihnen haben sich einen neuen Audi bestellt. Jetzt werden die Autos abgeholt. Sie freuen sich schon auf die erste Fahrt mit ihren neuen Wagen über die deutschen Autobahnen quer durch die Republik. Je näher wir nach Ingolstadt kommen, desto erregter werden die Gemüter, an der Stadttafel Ingolstadt werden sie wieder ruhig. Sie kommentieren jetzt jeden Audi, den wir im Verkehr sehen. Wir fahren auf das Gelände des Audi – Forums. Die Stimmung bei den Holländern ist beinnahe andächtig. Sie können es kaum erwarten zu bezahlen und verschwinden mit ihren gelben Kennzeichen in Richtung Neuwagenauslieferung.

Vorbestellungen für heute habe ich genug. Um den Umsatz brauche ich mir keine Sorgen machen. Ich parke mein Taxi, hier kann ich gut frühstücken und das Museum besuchen. Das Frühstück habe ich noch nicht beendet, ruft mein Kollege Robert an. Er hat eine Fahrt zur EADS in Manching. Das Ingolstädter Audi Museum wird gestrichen. Wir treffen uns in Manching an einer Tankstelle. Das Kelten und Römermuseum ist nicht weit. Christian hat mir das schon vor Monaten empfohlen.


Das Kelten Römer Museum Manching ist ein Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München. Betrieben wird es von einem eigens dafür gegründeten Zweckverband bestehend aus dem Keltisch-Römischen Freundeskreis e.V. (Vorsitzender Herbert Mayr), dem Markt Manching (1.Bürgermeister Otto Raith), dem Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm (Landrat Rudi Engelhard) und dem Bezirk Oberbayern. 1986 werden bei Aushubarbeiten in Oberstimm, einem Gemeindeteil der Marktgemeinde Manching, zwei Schiffswracks entdeckt. Ein Teil der Boote lagen unter dem Grundwasserspiegel und blieben dadurch konserviert. Die Stadt Ingolstadt erhebt Anspruch auf den spektakulären Fund. Der Freundeskreis und die Marktgemeinde Manching legte aber schnell ein überzeugendes Konzept zur Präsentation der Wracks vor und der damalige Wissenschaftsminister sprach die beiden Militärschiffe der Marktgemeinde Manching zu. Die beiden in Mainz konservierten Schiffe sind der Höhepunkt der Ausstellung. Historisch aufschlussreich sind die Helme und das Geschirr der Legionäre, auf diesen haben die römischen Soldaten ihren Namen und ihre Einheit geritzt. Unser größtes Interesse galt den detailgetreu erstellen Dioramen vom Osttor des Oppidums, dem Kastell Oberstimm und der Brücke über die Donau.Selbstverständlich war der Zeitspringer auch schon in Manching und hat einen ausführlichen -> Bericht über die Fundstellen in seinem Blog.


Die ausgefeilte Architektur wäre eine Führung wert. Das Museum im großen Überblick von Außen erinnert an eine riesige Vitrine die auf zwei Sockeln ruht. Über eine Brücke erreicht man von dem größeren Ausstellungsteil mit dem Thema Kelten den kleineren römischen Teil. Die Freianlagen mit Nachbildungen eines keltischen Hauses und des Keltenwalls fügen sich harmonisch in den Auenwald der Paar ein.

Wir müssen zurück zum Flughafen unsere Fahrgäste werden bald landen.

Dienstag, 2. März 2010

Neuer Münchener Taxiblog

Gestern Abend beim Taxlerstammtisch im alten Kreuz erreicht mich Christians SMS. Sein Taxi – Blog -> Taxi auf Sendung.de ist online.

Vor zwei Stunden standen wir noch hintereinander am Taxistand Westfriedhof. Wir waren Beide mit technischen Problemen konfrontiert. Christian mit seinem Datenfunk und Drucker. Ich konnte mit meinem BASE – UMTS – Stick nicht online gehen. Jetzt klappt alles wieder.



Das Foto entstand als wir auf der A9 auswärts über Telefon die Choreographie für unser Autobahntaxibusballett besprachen. Christian für deinen Blog wünsche ich dir viele Leser und Kommentare. Deine perfekten Fotos sind ja in Taxikreisen bekannt, auf die bin ich besonders gespannt.

Das mit dem Autobahnballett kriegen wir auch noch hin.

Montag, 1. März 2010

counter strikes


Als ich vor nicht ganz einem Jahr mit dem Blog anfing, habe ich einen Zähler von Blogcounter auf den Blog gesetzt. So ein Counter ist eine feine Sache zählt die Zahl der Besucher; die auf den Blog kommen. Seit dem 20.Januar habe ich zusätzlich noch einen Counter von Blogoscoop. Zu diesem Zeitpunkt zeigte der Blogcounter 1000 Besucher. Jetzt müssten die beiden Counter parallel die Zahl der Besucher anzeigen. Der Blogcounter, der schon 10 Monate zählt, müsste immer 1000 Besucher mehr anzeigen - glaubt man. Kaum ist der Blogoscoop Zähler hinzugekommen, zählte der schneller als sein Vorgänger.
Am 16.Februar hab ich zufällig den Gleichstand erwischt und eingefangen. Beide Counter zeigen 1255 Besucher. Inzwischen hat der Blogoscoop Zähler weit überholt. Den aktuellen Stand könnt ihr ja unten sehen.

Die Zähler können aber auch mehr. Sie zeigen auch an von welchem Link der Besucher auf die Seite kommt. So bin ich auf den -> Zeitspringer - Blog gestoßen. Jürgen befasst sich überwiegend mit Büchern, Ausstellungen und Wanderungen zum Thema Geschichte vor der Spätantike. Mein Beitrag über die -> römische Küche war das geeignete Linkziel.

Jürgen verwendet einen andern weiteren Counter. Ich werde mal versuchen wie (-viel) der im Vergleich zu den schon vorhandenen zählt.